Mobbing
Unter Mobbing wird in unserer Gesellschaft ein feindseliges bis sogar aggressives Verhalten z.B. am Arbeitsplatz verstanden. Das Wort „Mobbing“ selber leitet sich aus dem Englischen „to mob“ ab, was in der Übersetzung so viel wie „jemanden schikanieren“ oder „angreifen“ bedeutet. Anfänglich primär in der Arbeitswelt angesiedelt, haben sich diese Verhaltensweisen im Laufe der Zeit auch in der Schule oder in Vereinen wiedergefunden. Ziel ist es dabei meist, eine bestimmte Person zu schädigen oder aus dem gemeinsamen Milieu zu verdrängen. Die Beschreibung ist dabei fließend und kann von Fall zu Fall inhaltlich abweichen. Als gemeinsames Muster ist zu finden, dass der Gemobbte Opfer diverser gegen ihn gerichteter Handlungen wird. Diese können sowohl aktiver als auch passiver Form sein.
Aktives Mobbing liegt dann vor, wenn ein Mensch immer wieder beleidigt wird. Ebenfalls können Lügen über die Person verbreitet oder wichtige Informationen vorenthalten
werden. Auch kleinere Handgreiflichkeiten fallen unter diesen Punkt. So kann es sein, dass die betreffende Person immer mal wieder angestoßen oder geschubst wird. Beim passiven Mobbing werden die Betroffenen nicht beachtet oder man fällt Ihnen immer wieder ins Wort. Man sitzt alleine im Büro oder wird zu Pausenzeiten ausgeklammert. Beide Formen sind zu gleichen Teilen schlimm. Schätzungen nach werden mindestens 2,7% aller Erwerbstätigen in Deutschland gemobbt. Wahrscheinlich liegt die Dunkelziffer noch um einiges höher.
Die Folgen für die Opfer können vielfältiger Natur sein. Angefangen von mangelnder Arbeitsmotivation und ständigem Misstrauen gegenüber der Umwelt über Selbstzweifel, Nervosität oder sozialem Rückzug bis hin zu Depressionen, somatischen Beschwerden und Krankschreibungen. Entsprechend ernst ist das Thema zu behandeln. Mobbing ist KEIN Kavaliersdelikt!
Maik Wickbold

